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Einen Wintergarten bauen – so entsteht zusätzlicher Wohnraum

Einen Wintergarten bauen – so entsteht zusätzlicher Wohnraum

Während sich früher nur engagierte Gärtner einen Wintergarten bauen liessen, um in der kalten Jahreszeit ihre Pflanzen sicher unterzubringen, hat sich das Bild heute deutlich gewandelt: Wintergärten sind inzwischen integraler Bestandteil vieler Gebäude. Das liegt häufig daran, dass sie hervorragende energetische Eigenschaften aufweisen, wenn sie entsprechend konstruiert sind. Dazu kommt, dass ein Wintergarten immer ein ausgesprochen attraktiver Raum ist. Ein warmer, lichtdurchfluteter Ort, an dem sich lebendige Pflanzen versammeln, ist ein wirkliches Highlight für Haus oder Wohnung. Wer würde sich nicht gern dorthin zurückziehen, um das Ambiente und die Aussicht in den Garten zu geniessen?

1. Die Planung vor dem Baugesuch

Der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu deinem neuen Wintergarten ist die Planung. Du brauchst nämlich eine Baubewilligung für den Anbau. Das gilt selbst dann, wenn du nur einen vorhandenen Balkon mit einer Verglasung ausstatten willst. Sobald du die wichtigsten Details, wie du deinen Wintergarten bauen willst, festgelegt hast, wird es Zeit, die Sprechstunde des Kreisarchitekten deiner Wohngemeinde aufzusuchen. Dazu solltest du einige Zeichnungen und eine Baubeschreibung mitnehmen.

Wenn du dir einen Wintergarten aus Fertigteilen ausgesucht hast, kann der Hersteller entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen. Bei einem individuellen Angebot vom Schreiner oder Fensterbauer kann der Handwerker erste Planungsskizzen anfertigen. Bei einem Vorgespräch im Bauamt erfährst du dann, ob der Entwurf in der gewünschten Form bewilligungsfähig ist. Ein Baugesuch vorher einzureichen könnte unnötig teuer werden.

2. Einen Wintergarten aus Holz bauen

Bevor es an die konkrete Planung geht, musst du entscheiden, welches Material du verwenden willst. Ein Wintergarten mit einer Konstruktion aus Holz passt sehr gut in eine natürliche Umgebung. Vielleicht willst du aus deiner Terrasse einen Wintergarten machen, der dann den Übergang zwischen Haus und Garten bildet. Das natürliche Material eignet sich optimal für diese Bauweise. Auch ein vorhandener Carport aus Holz lässt sich sehr gut in einen Wintergarten umbauen. Holz lässt sich besonders gut vor Ort verarbeiten, sodass eine Holzkonstruktion sich in jeder gewünschten Variante gestalten lässt.

3. Profile aus Aluminium erstellen

Wenn eine elegante Konstruktion eher deinem Geschmack entspricht als eine rustikale, gefällt dir vielleicht ein Wintergarten aus Aluminiumprofilen besser. Viele Hersteller bieten Modulsysteme in verschiedenen Farben und Varianten an. Pulverbeschichtetes Aluminium benötigt später keine Pflege und muss nur gelegentlich gereinigt werden. Unter den Farbtönen gibt es so viel Auswahl, dass einer davon sicher zur Fassade deines Hauses passt. Bei der Auswahl eines Wintergartens mit Aluminiumprofilen ist es ratsam, vorher zu prüfen, welche Möglichkeiten vorgesehen sind, um ein Beschattungssystem daran anzubringen.

4. Setze Fenster und Türen im Wintergarten

Wenn die konstruktiven Merkmale des Wintergartens feststehen, ist es Zeit, sich Gedanken über die Verglasung zu machen. Dazu gehören selbstverständlich auch Türen und Fenster. Um zu entscheiden, wie sich Fenster und Türen später öffnen lassen sollen, hilft es, zu überlegen, wie der Wintergarten eingerichtet werden soll. Es werden beispielsweise viele, eventuell auch grosse Pflanzen darin stehen. Eine meterhohe Palme lässt sich aber nicht einfach zur Seite schieben, wenn du eine Tür oder ein Fenster öffnen möchtest. Oft ist es deshalb sinnvoller, eine Tür seitlich anzuordnen. Schiebetüren benötigen zum Öffnen keinen Platz im Innenraum und sind deshalb oft eine Lösung für Platzprobleme.

Auch ausreichende Belüftungsmöglichkeiten sind sehr wichtig in Wintergärten. Wenn du deshalb Oberlichtfenster benötigst, sollten diese sich am besten automatisch oder ferngesteuert öffnen und schliessen lassen, damit du nicht andauernd auf eine Leiter steigen musst.

5. Jedes Haus braucht ein Fundament

Nachdem die technischen Einzelheiten feststehen, ist es möglich, zu bestimmen, welche Art von Fundament du brauchst, um deinen neuen Wintergarten bauen zu können. Die Grösse und damit auch die Tragfähigkeit eines Fundamentes muss sich nach dem Gewicht des geplanten Aufbaus richten. Für einfache Gartenhäuser kann eine Bodenplatte aus Stahlbeton oder aus Pflasterplatten eventuell ausreichen. Wenn dein Wintergarten aber an dein Haus anschliessen und zusätzlichen Wohnraum schaffen soll, ist eine aufwendigere Gründung aus Streifenfundamenten, Betonplatte, Wärmedämmung und Estrich notwendig.

6. Baugesuch und -bewilligung erwerben

Wenn du einen Wintergarten bauen willst, ist in der Schweiz immer eine Baubewilligung nötig – auch dann, wenn du lediglich ein separates Gartenhäuschen auf deinem Grundstück errichten willst. Am besten erledigst du die einzelnen Schritte bis zur Erteilung der Baubewilligung in dieser Reihenfolge:

  • Wintergarten nach Wunsch planen
  • Beratungsgespräch bei der Baubehörde
  • Eventuell Anpassung der Planung
  • Berechnung des Fundaments
  • Einreichen des Baugesuchs

7. Licht und Wärme im Wintergarten regulieren

Im Winter kann ein Wintergarten tatsächlich so viel Wärme erzeugen, dass sich damit noch andere Teile des Hauses beheizen lassen. Dazu ist natürlich vor allem die Dämmung der Fenster wichtig, damit die Wärme, die durch Sonneneinstrahlung erzeugt wird, nicht nach draussen entschwinden kann.

Die angenehme Fähigkeit eines Wintergartens, sich beträchtlich aufzuheizen, kehrt sich im Sommer um und kann unerwünschte Hitze bedeuten. Deshalb sind Vorrichtungen für eine ausreichende Beschattung unbedingt notwendig. Aussenliegende Rollläden sind die effektivste Möglichkeit, für Sonnenschutz zu sorgen. Sie lassen sich sogar vollautomatisch mit Lichtsensoren oder per Smart-Home-Automation steuern.

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