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Druckimprägniertes Holz – idealer Werkstoff für Aussen- und Innengestaltungen

Druckimprägniertes Holz – idealer Werkstoff für Aussen- und Innengestaltungen

Eines der bekanntesten industriellen Holzschutzverfahren ist die Druckimprägnierung. Das aus dieser Technologie entstehende Holz kannst du für viele verschiedene Zwecke nutzen, denn es hat hervorragende Eigenschaften. Das Druckimprägnieren macht Baustoffe wie Holz besonders interessant. Aus diesem Grund stellen druckimprägnierte Hölzer im Haus oder im Garten die Basis für vielerlei Aufbauten dar. Das Druckimprägnieren hat die Beliebtheit von Schnittholz massgeblich erhöht. Somit ist dieses Material zu einer unverzichtbaren Ausstattung in zahlreichen Bereichen geworden. Produkte aus umweltfreundlichem Holz mit Druckimprägnierung gestatten dir die Rückkehr zu natürlichen Ressourcen.

Was ist druckimprägniertes Holz?

Imprägnieren bedeutet, eine bestimmte Substanz „einbringen, einfüllen, etwas damit durchtränken“. Holz ist trotz seiner ausgezeichneten natürlichen Beschaffenheit und seinen guten Eigenschaften ein Material, das dennoch empfindlich und anfällig ist, insbesondere weiche Gehölze wie

  • Douglasie
  • Lärche
  • Fichte
  • Kiefer

für Innenbereiche und den Aussenbereich brauchen einen zusätzlichen Schutz. Würde bei zahlreichen einheimischen Holzarten keine Druckimprägnierung erfolgen, könnte nur eine Beschichtung einen zeitweiligen Schutz bieten. Die verwendeten Veredelungssubstanzen sind jedoch meistens gesundheitlich bedenklich. Das ist bei der Druckimprägnierung nicht in diesem Ausmass der Fall.

Was muss ich mir unter Druckimprägnierung vorstellen?

Beim Druckimprägnieren, einer sogenannten Vakuum-Drucktechnik, werden die Hölzer auf einem Wagen aufgeschichtet. In einem luftdichten Raum unter Vakuum kommt es zu einem Zusammendrücken des Holzes. Infolgedessen entweicht die Holzfeuchte. Während der daran anschliessenden Phase wird das Holz einem Druck ausgesetzt. Eine zuvor zugegebene Schutzsalbe wird durch enormen Druck in die Holzmaserung (Splint) regelrecht hineingepresst. Das so behandelte Holz gewinnt danach im Ausgleichsvakuum seine vorherige Masse zurück. Das Imprägniermittel muss noch etwa zwei Tage lang einziehen.

Wie sieht Schnittholz oder Massivholz nach dem Kesseldruckimprägnieren aus?

Holzwerkstoffe, die einem Kesseldruckimprägnieren unterzogen wurden, haben meist ein gräuliches oder grünliches, stumpfes Aussehen. Das ist normal. Farbliche Veränderungen kannst du mit speziellen Zaun- oder Dünnschichtlasuren erzielen. Bevor sie aufgetragen werden, solltest du in jedem Fall eine Trocknungszeit von mindestens sieben Wochen einhalten. Dadurch reduzierst du den Feuchtegehalt des Holzes.

Wie stellt man farblich unterschiedliche Hölzer für den Innenbereich oder den Garten her?

Auf unserer Vergleichsplattform kannst du lesen, wie verschiedene Farbnuancen bei kesseldruckimprägniertem Holz erzielt werden. Grundsätzlich verwenden die Hersteller Holzschutzsalben, die auf einer farblosen, wässrigen Basis beruhen. Weisen die Holzwerkstoffe nach dem Imprägnieren einen braunen Farbton auf, wurde den Holzschutzsalben zuvor braune Farbpigmente zugesetzt. Durch Zugabe von Kupfer oder Chrom verfärben sich insbesondere die Kiefersplinte grünlich. Unter einer chromfreien Kesseldruckbearbeitung kommt es ebenfalls zu einer grünen Farbe. Sie hält allerdings nicht so lange an. Dasselbe gilt für die rötlich-braune Färbung.

Welche Vorteile haben druckimprägnierte Holzwerkstoffe?

Das Kesseldruckimprägnieren ist eine Methode, die wegen ihrer positiven Aspekte in grossem Umfang durchgeführt wird. Arbeitest du mit kesseldruckimprägniertem Holz, verfügst du über ein hochwertiges Ausgangsmaterial, das:

  1. gesundheitlich ungefährlich und unbedenklich für Menschen und Tiere ist
  2. eine erhöhte Witterungsbeständigkeit hat
  3. eine höchstmögliche Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Umwelteinflüssen wie Holzschädlingen, Fäulniserscheinungen und Schadstoffe in der Luft besitzt
  4. wasserabweisend und feuchtigkeitsbeständig ist
  5. eine geringe Wartung und Pflege benötigt
  6. sich durch eine jahrelange Haltbarkeit auszeichnet
  7. keine Rissbildung aufweist

Gehölze, die einem Kesseldruckimprägnieren ausgesetzt wurden, verfügen über einen sogenannten Tiefenschutz, der bis in die innere Holzstruktur einschliesslich des Kerns reicht.

Welche Nachteile hat druckimprägniertes Holz?

In diesem Zusammenhang sollten auch die Nachteile von druckimprägniertem Holz erwähnt werden. Dabei geht es um das umweltgerechte Entsorgen, denn das Material gilt als Sondermüll, da es ökologisch nicht abbaubare Substanzen enthält. Dies sind weitere negative Faktoren:

  • Ein dauerhafter Schutz ist nicht generell gegeben.
  • Das Verbrennen von kesseldruckimprägnierten Holzteilen ist umweltschädlich.
  • Die Nachbehandlung ist nur mit gut deckenden Farben realisierbar.
  • Während des Imprägnierens werden teilweise schadstoffhaltige Chemikalien verwendet.
  • Die Holzbauteile können krebserregend und allergieauslösend sein, was vor allem im Innenbereich bedenklich ist.

Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, über alternative Schutztechnologien für Holz nachzudenken.

Muss ich kesseldruckimprägniertes Holz unbedingt nachpflegen?

Wird das Holz als Parkett im Innenbereich eingebaut, sind die umweltbedingten Abnutzungserscheinungen weniger intensiv. Aber das Sonnenlicht und die Witterungseinflüsse tragen zum Beispiel bei kesseldruckimprägnierten Holzfassaden unweigerlich dazu bei, dass sich die nach dem Imprägnieren eingelagerten Metallverbindungen langsam auflösen. Typisch sind diese Erscheinungen bei Pergolen im Garten oder an diversen Holzkonstruktionen unterschiedlicher Länge im Aussenbereich. Das Holz verblasst und die Imprägnierstoffe waschen sich langsam aus. Experten raten daher zu einer zusätzlichen Nachbehandlung, falls das Bauholz im Garten verarbeitet wird. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

  • das Streichen mit kräftig deckenden Farbsortimenten
  • Auftragen von Anstrichen mit offenporigen Farbarten
  • Behandlung mit natürlichen Pflegemitteln wie passenden Ölen

Lasuren sind für druckimprägiertes Holz ungeeignet, da ihre Deckkraft zu gering ist. Hast du an den Holzelementen Bohrungen oder Schnittstellen angebracht, sollten diese ebenfalls mit einem geeigneten Schutzmittel für Holzbauteile nachbehandelt werden.

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